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Mehr Kühlschrank als Ladenräume: Beratungsstelle Höxter muss schließen
Pressemitteilung vom 20.Januar 2010

Die Beratungsstelle, des Sozialen Zentrum Höxter e.V. in der Westerbachstrasse 34, Höxter, wird am 31.01.2010 geschlossen. Da es nicht möglich war, unsere Vermieterin davon zu überzeugen, die Beratungsstelle ordnungsgemäß zu beheizen, haben wir uns entschlossen das Mietverhältnis kurzfristig zu beenden. Drei Jahre bei Raumtemperaturen zwischen 0 bis 11 Grad C sind nicht länger tragbar.
Weblinks:

Soziales Zentrum
Jetzt fehlt was im <br/>lippischen Höxter!
Jetzt fehlt was im
lippischen Höxter!
Raumprobleme und Behördenkram

Im Vergleich vor dem Amtsgericht Höxter wurde uns eine Mietminderung
für das Jahr mit 50 % anerkannt.

Wir erhalten keinerlei Geldzuwendungen, weder von der Stadt Höxter, noch vom Kreis Höxter. Anträge für Räumlichkeiten und Unterstützung wurden schriftlich abgelehnt und auch private Geldspenden waren so gering, dass wir unsere Beratungsstelle leider schließen müssen.

Die Arbeitsgelegenheit für eine ehrenamtliche Mitstreiterin (sie ALGII) wurde von der ARGE Kreis Höxter zwar aufgenommen und auch bewilligt,
allerdings kam diese bis heute nicht zu Stande... hier sollte dringend einmal geprüft werden, warum andere gemeinnützige Einrichtungen mit Arbeitsgelegenheiten überschüttet werden…

Wir hatten wöchentlich 30 bis 50 Beratungsfälle, Amtsbegleitungen, und unsere Hilfe zur Selbsthilfe kam sehr vielen Bürgern unserer Region zu Gute.
Aber auch weit über unsere Kreisgrenzen hinaus nutzten die Menschen unsere Beratungsstelle. Aus ganz Deutschland wurde bei uns um Rat und Hilfe gefragt.
Da wir eine Erfolgsquote, bei Widersprüchen von 99,9 % erreicht haben wissen wir wie wichtig unsere Beratungsstelle und unser Einsatz ist.
Mit einer sozial Engagierten <br/>aus Minden im Gespräch
Mit einer sozial Engagierten
aus Minden im Gespräch
Ein Dankeschön!

Bedanken möchten wir uns:

* bei den Bürgern unserer Region Höxter, welche uns drei Jahre mit Sachspenden großartig unterstützten.
Damit haben sie den sozialschwachen Menschen große Unterstützung gegeben.

* bei den ehrenamtlichen Helfern in unserem Zentrum, welche uns täglich unterstützten im Kampf gegen Hartz IV
und all die menschenunwürdigen Machenschaften des Sozialabbaus.

*den Anwälten, welche für unsere Ratsuchenden tätig waren und fast jeden Fall vor dem Sozialgericht Detmold für die Ratsuchenden entschieden wurde.

* und bei allen die uns gewogen waren und bleiben!
Nicht nur Beratung: <br/>Vielfältige Aktivitäten
Nicht nur Beratung:
Vielfältige Aktivitäten
Verein: Es könnte weitergehen, aber wo .. ?

Ab 01.02.2010 wird die soziale Kälte in Höxter noch mehr Früchte tragen, denn es gibt dann keine Anlaufstelle mehr für die Betroffenen. Es ist in Höxter nicht möglich anderweitige günstige Räumlichkeiten anzumieten. Sie haben ja auch keinerlei Lobby, die Menschen welche mit Hartz IV ihr Leben, mehr schlecht als recht, bewältigen müssen, und Menschen welche sich für sie einsetzen werden eher belächelt und als Exoten gehandelt.

Keiner hat sich in unserer Region so stark für die Betroffenen eingesetzt wie unsere Mitarbeiter im Sozialen Zentrum. Mit hoher Fachkompetenz,
welche man sich in fünf Jahren angeeignet hat, konnte man jedem Ratsuchenden helfen.

Eigentlich wäre es längst an der Zeit gewesen, dass diese Arbeit auch einmal anerkannt und gewürdigt würde, denn wir leisten die Arbeit,
welche eigentlich die Sachbearbeiter der ARGE Kreis Höxter, des Sozialamtes und anderer Stellen unserer Stadt und Kreises bezahlt bekommen.
Man schickte uns sogar die Hilfesuchenden direkt von den Ämtern.


Was brauchen wir?
Räumlichkeiten, wo wir unsere Arbeit weiterhin für die Menschen anbieten können.



Höxter den 20.01.2010
Margit Marion Mädel
Vorsitzende

Quelle: Soziales Zentrum Höxter


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Aktualisiert Freitag, 22. Januar 2010    Geschrieben von owl-shi/webmaster    338  Mal gelesen

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